Sammlung antiker Münzen

Sammlungen der Universität Stuttgart

der Abteilung für Alte Geschichte des Historischen Instituts

Mit 162 Stücken ist unsere numismatische Sammlung zwar recht überschaubar, wird aber in der akademischen Lehre intensiv genutzt: Der eine Teil der Sammlung (56 Stücke), überwiegend aus der römischen Kaiserzeit und der Spätantike, wird in den althistorischen Proseminaren und Tutorien eingesetzt und dient der Vermittlung von
Grundlagen der Numismatik. Der andere Teil des Stuttgarter Bestands an antiken Münzen hingegen, der 106 Stücke umfasst, wurde in den Jahren 1994 bis 1996 als Forschungssammlung erworben. Dabei handelt es sich um Münzen aus dem Pontosgebiet, die allesamt der Regierungszeit des Mithridates VI. Eupator entstammen. Unter dem gezielt erweckten Anschein, es handle sich dabei um eigenständige Prägungen seitens verschiedener dortiger Städte, ließ dieser späthellenistische König realiter seine eigenen Botschaften und Bildprogramme auf deren Münzen umsetzen (sog. pseudoautonome Prägungen).

Anhand ihrer Untersuchung wurde in den folgenden Jahren die Grundlage gelegt zur Erstellung eines systematischen Katalogs von rund 7.500 gleich und ähnlich gearteten Stücken in der Sammlung des Museums von Samsun, der 2008 publiziert wurde. Seitdem lag der Schwerpunkt der Arbeit mit der Stuttgarter numismatischen Sammlung auf der Digitalisierung und Präsentation sowie der Vernetzung innerhalb der numismatischen Forschungsgemeinschaft. Weiterführende Informationen und Ergebnisse dieser Arbeiten finden sich unter den folgenden Links:

Das Digitale Münzkabinett der Universität Stuttgart

Numismatischer Verbund in Baden-Württemberg

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Scholz (Lehrstuhlinhaber)
Dr. Jonas Scherr (Akademischer Rat a.Z.)

Auf der Vorderseite der Münze das unheilabwehrende Haupt der Medusa auf dem Schild des Perseus, die sog. Aegis
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